Content-Hinweis: Diese Seite thematisiert sexualisierte Gewalt. Das Lesen kann belastend oder aufwühlend sein. Achte gut auf dich. Du entscheidest selbst, ob und wann du weiterlesen möchtest. Wenn du Unterstützung brauchst, wende dich an eine der Unterstützungsstellen.

Weiterbildung ist die beste Prävention

Sexualisierte Gewalt ist kei­ne Privatsache. Im Gegenteil: sie ist auch am Arbeitsplatz verboten.

  • Egal, ob es sich um Sexismus, Stereotype oder sexu­el­le Übergriffe handelt.
  • Egal, ob die Betroffenen Männer, nicht-binä­re Personen oder Frauen sind.
  • Egal, ob die Täter*innen Vorgesetzte, Kolleg*innen oder Kund*innen sind.

Sexualisierte Gewalt ist all­täg­lich. Und einen gro­ßen Teil unse­res Alltags ver­brin­gen wir auf der Arbeit.

Darum ist es wich­tig, dass Unternehmen und Organisationen sich nicht nur mit der Erstellung von Leitfaden oder Schutzkonzept begnü­gen, son­dern die­se tat­säch­lich anwen­den und ihre Mitarbeitenden wirk­sam sen­si­bi­li­sie­ren und schulen.

WAS KANN WEITERBILDUNG?

Aufklärung ist die bes­te Prävention. Und auf­ge­klär­te Mitarbeitende tra­gen dazu bei, ein siche­re­res und respekt­vol­le­res Arbeitsumfeld für alle zu schaf­fen durch:

1. Awareness: Bewusstsein und Aufmerksamkeit für das Thema und des­sen Komplexität

2. Prävention: Sensibilisierung führt schnel­ler zur Ergreifung prä­ven­ti­ver Maßnahmen, för­dert das Erkennen poten­zi­ell gefähr­de­ter Situationen und ange­mess­ner Reaktionen

3. Aktiver Schutz: Grenzen wer­den kla­rer gesetzt und adäquat gewahrt, so wird die Sicherheit der Mitarbeitenden, von Kund*innen und ande­ren Beteiligten erhöht

4. Respektvolles Arbeitsumfeld: Bewusstere Handlungen und Kommunikation im Arbeitsalltag

5. Unterstützung für Betroffene: akti­ve Hilfe für Betroffen, die dazu führt, dass die­se sich nicht allein gelas­sen fühlen.

6. Vermeidung von Fehlverhalten: Verständnis für ange­mes­se­nes Verhalten trägt dazu bei Gewalttaten und Konflikten zu reduzieren

WARUM IST DAS WICHTIG?

Eine Unternehmenskultur, in der sexua­li­sier­te Gewalt statt­fin­det, ist ein Risiko für jeden Mitarbeitenden und für das Unternehmen.

Denn gewalt­tä­ti­ge Kommunikation und Verhalten sind nicht nur anste­ckend, sie bedin­gen auch eine schlech­te Arbeitsatmosphäre, Demotivation, hohe Krankenstände, nega­ti­ves Employer Branding und wirt­schaft­li­che Verluste.

WAS KÖNNEN WIR TUN?

  • Wenn wir uns indi­vi­du­ell und kol­lek­tiv mit unse­ren blin­den Flecken beschäf­ti­gen, kön­nen ste­reo­ty­pe und sexua­li­sier­te Aspekte in Denken, Reden und Handeln ver­än­dert werden.
  • Indem Vorurteile abge­baut sowie all­täg­li­che Einstellungen kri­tisch geprüft und posi­tiv wei­ter­ent­wi­ckelt werden.
  • Um ein wert­schät­zen­des Miteinander zu gestal­ten und einen Code of Conduct zu implementieren.

Für per­sön­li­che und unter­neh­me­ri­sche Erfolgsgeschichten.

© by Verena Arps-Roelle

HILFEPORTALE

Bist Du sel­ber betrof­fen von sexua­li­sier­ter Gewalt? Kennst Du jeman­den, der von sexua­li­sier­ter Gewalt betrof­fen ist? Oder befürch­test Du, sel­ber gewalt­tä­tig zu sein oder zu werden?

Dann fin­dest Du hier kom­pe­ten­te, anony­me und kos­ten­freie Beratung:

HILFETELEFON
08000 116 016 und www​.hil​fe​te​le​fon​.de

HILFETELEFON GEWALT AN MÄNNERN
0800 123 990 0 und www​.maen​ner​hil​fe​te​le​fon​.de

ANTIDISKRIMINIERUNGSSTELLE DES BUNDES

0800 546 546 5 und www​.anti​dis​kri​mi​nie​rungs​stel​le​.de

TATGENEIGTE PERSONEN
www​.kein​-tae​ter​-wer​den​.de

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