Sprache, Inklusion & Barrierefreiheit
Unsere Sprache ist Teil unserer Haltung.
Sprache schafft Wirklichkeit. Sie kann sichtbar machen, einordnen, stärken und verbinden oder ausgrenzen, verletzen und bestehende Machtverhältnisse festigen. Wir möchten sexualisierte Gewalt klar benennen, unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar machen und gleichzeitig verständlich, respektvoll und möglichst zugänglich kommunizieren.
Dabei wissen wir: Inklusive und gendersensible Sprache ist nicht statisch. Begriffe, gesellschaftliche Diskurse und Selbstbezeichnungen verändern sich. Deshalb überprüfen wir unsere Sprache regelmäßig und entwickeln sie weiter.
Unser Verständnis von Geschlecht.
Auf dieser Website verwenden wir Begriffe wie „Frauen“ und „Männer“ je nach Kontext als gesellschaftliche und geschlechtliche Kategorien. Damit treffen wir keine Aussage darüber, wie einzelne Menschen sich identifizieren oder welche körperlichen Merkmale sie haben.
Wenn wir von Frauen sprechen, sind damit grundsätzlich auch cis und trans Frauen gemeint.
Wenn wir von Männern sprechen, sind damit grundsätzlich auch cis und trans Männer gemeint.
Nicht-binäre Menschen werden nicht automatisch einer dieser Kategorien zugeordnet. Wenn es für den jeweiligen Kontext relevant ist, benennen wir unterschiedliche Geschlechtsidentitäten ausdrücklich.
Intergeschlechtliche Menschen sind Menschen mit angeborenen körperlichen Geschlechtsmerkmalen, die nicht ausschließlich den medizinischen Vorstellungen von „männlich“ oder „weiblich“ entsprechen. Intergeschlechtlichkeit ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer bestimmten Geschlechtsidentität.
Für uns gilt: Menschen bestimmen ihre geschlechtliche Identität selbst.
Sexualisierte Gewalt betrifft Menschen aller Geschlechter.
Sexualisierte Gewalt kann Menschen unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung treffen. Wenn wir in bestimmten Zusammenhängen insbesondere über Gewalt gegen Frauen sprechen, tun wir das nicht, weil andere Betroffene unsichtbar wären. Wir benennen damit eine gesellschaftlich und statistisch relevante Realität: Frauen und Mädchen sind in vielen Formen geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt besonders häufig betroffen.
Gleichzeitig möchten wir andere Betroffene nicht unsichtbar machen. Männer, Jungen, trans Menschen, intergeschlechtliche Menschen und nicht-binäre Menschen können ebenfalls sexualisierte Gewalt erleben.
Betroffenheit hat kein Geschlecht. Gewalt hat jedoch häufig geschlechtsspezifische Strukturen. Beides muss gleichzeitig benannt werden können.
Gendersensible Spreche und Lesefluss.
Wir verwenden auf dieser Website nicht grundsätzlich das Gendersternchen (*) bei Begriffen wie „Frauen“ oder „Männern“. Das ist eine bewusste redaktionelle Entscheidung und keine Aussage gegen geschlechtliche Vielfalt.
Wir möchten sprachliche Vielfalt mit guter Verständlichkeit und möglichst niedrigschwelliger Zugänglichkeit verbinden. Deshalb arbeiten wir je nach Kontext auch mit neutralen Begriffen, konkreten Benennungen oder ausgeschriebenen Formen.
Entscheidend ist für uns nicht ein bestimmtes sprachliches Zeichen, sondern wen wir sichtbar machen, wen wir meinen und ob Menschen sich respektvoll angesprochen fühlen können. Wir wissen zugleich, dass keine einzelne Schreibweise alle Menschen gleichermaßen abbildet. Deshalb überprüfen wir unsere Sprache regelmäßig und sind offen für Weiterentwicklung.
Sprache, Diskriminierung und Macht.
Sprache ist niemals völlig neutral. Begriffe können gesellschaftliche Vorstellungen reproduzieren, Verantwortlichkeiten verschieben oder Menschen auf bestimmte Rollen reduzieren. Das gilt insbesondere bei Themen wie sexualisierter Gewalt, Sexismus, Geschlecht und Macht.
Wir achten deshalb darauf,
Gewalt klar zu benennen und nicht zu verharmlosen,
Verantwortung nicht auf Betroffene zu verschieben,
stereotype Vorstellungen kritisch zu hinterfragen,
Menschen nicht auf ihre Betroffenheit zu reduzieren,
unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar zu machen,
Selbstbezeichnungen zu respektieren und
möglichst präzise statt pauschalisierend zu formulieren.
Dabei orientieren wir uns unter anderem an den Grundsätzen der Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sowie an fachlichen Empfehlungen zur diskriminierungssensiblen und inklusiven Kommunikation.
Wenn wir von „Tätern“ oder „Täterinnen“ sprechen.
Die Begriffe „Täter“, „Täterin“ oder „Täter*innen“ verwenden wir in unseren Inhalten je nach Zusammenhang als fachliche bzw. situationsbezogene Bezeichnung. Die Verwendung eines solchen Begriffs stellt nicht automatisch eine juristische Feststellung oder Verurteilung dar.
Wenn ein Sachverhalt rechtlich nicht abschließend geklärt ist, unterscheiden wir – soweit für den jeweiligen Kontext relevant – zwischen beispielsweise tatverdächtigen, beschuldigten, mutmaßlich handelnden und verurteilten Personen. Wo wir aus fachlichen oder inhaltlichen Gründen von „Tätern“ oder „Täterinnen“ sprechen, ist dies daher nicht zwingend im strafrechtlichen Sinne zu verstehen.
Barrierefreiheit
Inhalte sollen zugänglich sein.
Wir möchten, dass unsere Inhalte möglichst vielen Menschen zugänglich sind – unabhängig von individuellen Fähigkeiten oder der Art, wie jemand Informationen wahrnimmt und nutzt. Barrierefreiheit ist für uns deshalb nicht nur eine technische Frage. Sie beginnt bereits bei der Sprache, der Struktur und der Gestaltung von Inhalten.
Wir achten unter anderem auf:
eine klare und nachvollziehbare Seitenstruktur,
verständliche und möglichst präzise Sprache,
aussagekräftige Überschriften,
gut erkennbare Links und Bedienelemente,
ausreichende Kontraste,
eine möglichst gute Lesbarkeit,
eine möglichst barrierearme Bedienung,
die Berücksichtigung von Alternativtexten bei relevanten Bildern und Grafiken,
Untertitel bzw. Transkripte bei audiovisuellen Inhalten, soweit möglich,
eine möglichst zugängliche Gestaltung von Dokumenten und Downloads,
und darauf, Informationen nicht ausschließlich über Farbe, Ton oder andere einzelne Sinneskanäle zu vermitteln.
Wir orientieren uns dabei an den Grundprinzipien digitaler Barrierefreiheit und entwickeln unsere Website kontinuierlich weiter.
Barrierefreiheit ist ein Prozess.
Wir behaupten nicht, dass unsere Website an jeder Stelle vollständig barrierefrei ist. Trotz sorgfältiger Gestaltung können Inhalte, Dokumente oder Funktionen noch Barrieren enthalten. Wir sehen Barrierefreiheit deshalb nicht als einmalig erreichbaren Zustand, sondern als fortlaufenden Verbesserungsprozess.
Wenn du auf eine Barriere stößt, einen Inhalt nicht oder nur eingeschränkt nutzen kannst oder einen Verbesserungsvorschlag hast, freuen wir uns über deinen Hinweis. So können wir konkrete Barrieren erkennen und Schritt für Schritt abbauen.
Content-Hinweise
Einige unserer Inhalte beschäftigen sich ausdrücklich mit sexualisierter Gewalt, Sexismus, Diskriminierung und anderen Formen von Gewalt. Solche Inhalte können aufwühlen, Erinnerungen auslösen oder belastend sein, insbesondere für Menschen, die selbst Gewalt erlebt haben.
Wir kennzeichnen dies auf unserer Webseite, damit du selbst entscheiden kannst, ob und wann du dich damit auseinandersetzen möchtest.
Ein Content-Hinweis ist keine Bewertung des Inhalts. Er soll dir Selbstbestimmung ermöglichen. Wenn dich ein Inhalt belastet, musst du ihn nicht weiterlesen. Du darfst eine Pause machen, die Seite verlassen oder dir Unterstützung holen.