Content-Hinweis: Diese Seite thematisiert sexualisierte Gewalt. Das Lesen kann belastend oder aufwühlend sein. Achte gut auf dich. Du entscheidest selbst, ob und wann du weiterlesen möchtest. Wenn du Unterstützung brauchst, wende dich an eine der Unterstützungsstellen.

Wir schützen

Indem wir das Tabu brechen.

Wir wol­len das Schweigen been­den und nach­hal­ti­ge Veränderungen bewir­ken. Als enga­gier­te Aktivist*innen und pra­xis­ori­en­tier­te Weiterbildungsexpert*innen liegt unser Fokus auf der Qualifizierung von Einzelpersonen, Gruppen und Unternehmen in den Bereichen Prävention und Intervention.

Unser Ziel ist es, sexua­li­sier­te Gewalt offen anzu­spre­chen, Betroffene zu ent­stig­ma­ti­sie­ren, ver­brei­te­te Mythen durch fun­dier­te Fakten zu erset­zen und kon­kre­te Handlungsoptionen für alle zu entwickeln.

Wir set­zen uns dafür ein, ein ganz­heit­li­ches Bewusstsein für sexua­li­sier­te Gewalt zu schaf­fen und die Selbstwirksamkeit der Betroffenen zu stär­ken. Denn sexua­li­sier­te Gewalt betrifft uns alle und jede*r von uns kann Teil der Lösung sein und sich und ande­re schützen. 

Sexualisierte Gewalt findet überall statt 

Unabhängig von Alter, Biografie und Sozialstatus, Geschlechtszugehörigkeit oder ‑iden­ti­tät sowie sexu­el­ler Orientierung. Analog und digi­tal. Sexualisierte Gewalt ist ein Alltagsphänomen. Eines, das gefähr­det, ver­letzt und nach­wirkt. Und daher erkannt, benannt und been­det wer­den muss.

In Familien und Bekanntenkreis

Sexualisierte Gewalt in Familien oder im Bekannten- und Freundeskreis kommt in allen Gesellschaftsschichten vor und bleibt oft über Jahre hin­weg unbe­merkt. Häufig wird das Thema auf­grund von Scham, Angst oder familiären Bindungen nicht ange­spro­chen, was die Betroffenen zusätzlich belas­tet und traumatisiert.

In Kindergarten und Schule

Sexualisierte Gewalt in Kindergarten und Schule kann sowohl phy­si­sche als auch psy­chi­sche Auswirkungen haben. Sie tritt auf zwi­schen Kindern, zwi­schen Pädagog*innen und Kindern sowie zwi­schen Fremden und Kindern oder Pädagog*innen. Diese Gewalt hinterlässt oft lang­an­hal­ten­de, tief­grei­fen­de Spuren und wird oft zu spät erkannt und nicht aus­rei­chend behandelt.

In Unternehmen und Organisationen

Sexualisierte Gewalt am Arbeitsplatz ist beson­ders pro­ble­ma­tisch, da Betroffene häu­fig in Abhängigkeit ste­hen und nur ein­ge­schränk­te Möglichkeiten haben, sich zu weh­ren. Das Fehlen kla­rer Regelungen und ver­trau­li­cher Ansprechpersonen ver­schärft die Situation. Unternehmen sind gesetz­lich ver­pflich­tet, prä­ven­ti­ve Maßnahmen zu ergrei­fen, eine respekt­vol­le Kultur zu för­dern und Unterstützung anzu­bie­ten. Ein sys­te­ma­ti­sches Vorgehen ist not­wen­dig, um ein siche­res und gewalt­frei­es Arbeitsumfeld zu gewährleisten.

In Ausbildung und Studium

Sexualisierte Gewalt in Ausbildung und Studium stellt ein unterschätztes, jedoch gra­vie­ren­des Problem dar. Hier spie­len Abhängigkeitsverhältnisse,

hier­ar­chi­sche Strukturen und Machtgefälle eine ent­schei­den­de Rolle. Betroffene sehen sich häufig mit unglei­chen Chancen, Manipulation und man­geln­der Unterstützung kon­fron­tiert, was die Möglichkeit zur Hilfe oder Intervention erschwert.

In sozialen Netzwerken

Sexualisierte Gewalt in sozia­len Netzwerken zeigt sich in Formen wie Grooming, Cybermobbing und dem Versenden von anzüglichen Bildern, eben­so wie durch gefährdende Kommunikationsinhalte und die geziel­te Nutzung von Plattformen, um Druck auszuüben. Besonders ver­letz­li­che Gruppen sind hier einer ständigen Gefahr aus­ge­setzt, oft ohne aus­rei­chen­de und wirk­sa­me Schutzmechanismen.

In Sport und Vereinen

Die emo­tio­na­le Nähe, die in Sportvereinen und im Vereinsleben ent­steht, sowie die Betonung der Körperlichkeit im Sport machen die­se Bereiche für Täter*innen beson­ders zugänglich und attrak­tiv. Gleichzeitig fühlen sich Betroffene häufig hilf­los und allei­ne, da Täter*innen sich die Atmosphäre des Vertrauens nutz­bar und sich selbst unan­greif­bar machen.

Gewalt passiert nicht aus versehen

Gewalt WIRD BEWUSST EINGESETZT

Gewalt IST MACHTMISSBRAUCH

Normalisierung von Gewalt

… in unse­rer Gesellschaft reprä­sen­tiert die Wertvorstellungen und die als nor­mal emp­fun­de­nen Umgangsformen . Wenn wir Kinder, Heranwachsende und Erwachsene vor sexua­li­sier­ter Gewalt schüt­zen wol­len, soll­ten wir sie nicht nur ermu­ti­gen und befä­hi­gen, gegen die­se ein­zu­tre­ten. Wir soll­ten sel­ber Vorbilder und Allies sein und dadurch auch uns selbst schüt­zen.
Dafür tre­ten wir ein.

Mit unseren Zielen

… set­zen wir uns für Respekt und eine Kultur des Wandels ein.
Als Impulsgeber*innen, Weiterbildende und enga­gier­te Stimmen stre­ben wir eine tief­grei­fen­de kul­tu­rel­le Bewusstseinsänderung im Umgang mit sexua­li­sier­ter Gewalt an – sowohl in der Gesellschaft als auch in Medien, Agenturen, Unternehmen, der Politik und der Justiz.

Schwanger ohne Gewalt

Schwangerschaft und Geburt soll­ten sicher und wür­de­voll sein. Doch vie­le Betroffene in Deutschland berich­ten von ent­wür­di­gen­den Untersuchungen, Eingriffen ohne Einwilligung und sexua­li­sier­ten Kommentaren – im Kreißsaal, in Praxen und im Wochenbett.

Mit die­ser Petition knüp­fen Nadine Birner und Verena Arps-Roelle als Petentinnen an die Petition „Gewalt unter der Geburt ver­hin­dern: Rechtliche Anerkennung JETZT!“ von Jana Heinicke an und erwei­tern den Fokus auf sexua­li­sier­te und struk­tu­rel­le Gewalt. Für stär­ke­re Rechte, unab­hän­gi­ge Beschwerdestellen, bes­se­re Arbeitsbedingungen und ver­bind­li­che Aus- und Fortbildungen für Fachpersonal.

Unsere Petition liegt dem Deutschen Bundestag unter der Petitions-ID 202937 vor. 

Strukturelle Reform des AGG

Wir for­dern eine struk­tu­rel­le Reform des AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) mit kla­rer Durchsetzung durch unabhängige Prüf- und Aufsichtsstelle, wirk­sa­me Sanktionen bei Pflichtverletzungen, ver­bind­li­che Präventions- und Schutzstandards sowie die Stärkung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Beschwerdestellen sol­len nach Glaubhaftmachung arbei­ten; das sub­jek­ti­ve Erleben von Diskriminierung muss für eine Beschwerde genügen.
Ergänzend braucht es Berichtspflichten und Sanktionen bei feh­len­den oder man­gel­haf­ten Strukturen

Unsere Petition liegt dem Deutschen Bundestag unter der Petitions-ID 199047 vor. 

#ParitätJetzt – 50% Frauen im Bundestag

Wir for­dern mit der Initiative „Parität Jetzt“ mehr Gleichberechtigung: „Die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands ist weib­lich. Doch im Bundestag wer­den Entscheidungen von mehr als dop­pelt so vie­len Männern wie Frauen getrof­fen – und das seit Jahrzehnten. Die Lebensrealität von Frauen hat so kaum Einfluss auf die Gestaltung unse­rer Gesellschaft. Wir sagen: Es reicht! Wir for­dern ein pari­tä­ti­sches Wahlrecht, das die gleich­be­rech­tig­te poli­ti­sche Teilhabe von Frauen wie Männern im Deutschen Bundestag garantiert!“

Hier könnt ihr die Petition mitzeichnen!

Gesetzliche Verankerung von Catcalling

Als Strafbestand in Deutschland.
In Deutschland wird sexu­el­le Belästigung erst dann als sol­che aner­kannt, wenn es zu Körperkontakt kommt (Stand: Nov. 2020), wäh­rend in Ländern wie Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Spanien und Portugal Catcalling bereits straf­bar ist. Wir set­zen uns dafür ein, dass Nachrufen, Nachpfeifen oder Johlen auch in Deutschland einen straf­recht­lich rele­van­ten Aspekt in der Gesetzgebung darstellt.

Unsere Forderung ist Teil der Leitpetition PET 4−20−07−49121−003699, die der­zeit vom Deutschen Bundestag geprüft wird und dem Justizministerium sowie der Bundesregierung vorliegt.

Kind- und Opfergerechte Justiz

Um das Erlebte bes­ser ver­ar­bei­ten zu kön­nen, Selbstwirksamkeit zu erfah­ren und Mehrfachbelastungen zu ver­mei­den.
Wir for­dern eine dem Alter und den Bedürfnissen der Opfer ange­pass­te Verfahrensgestaltung, Videovernehmungen, beglei­ten­de qua­li­fi­zier­te Vertrauenspersonen, sowie Schulungen und inter­dis­zi­pli­nä­ren Austausch aller in Verfahren invol­vier­ten Akteur*innen. Diese Maßnahmen sol­len durch ver­bind­li­che Qualitätsstandards gestützt wer­den. Als Vorbild dient das aus Skandinavien stam­men­de Barnahus-Modell.

Unsere Petition „#KindgerechteVerfahren“ wur­de vom Deutschen Bundestag unter der ID 139212 abschlie­ßend bera­ten und an Bundesregierung, Bundesministerien und Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis gege­ben sowie den Landesvolksvertretungen zugeleitet.

Stoppt Sexismus in Werbung und Medien

Durch Aufklärung, Kompetenzentwicklung und inter­dis­zi­pli­nä­re Weiterbildung für Konsument*innen, Produzent*innen und Werbeschaffende wol­len wir die Verbreitung sexua­li­sier­ter Darstellungen ein­däm­men. Denn sexua­li­sier­te Werbung schafft Raum für Diskriminierung, Stereotype, Vorurteile, Selbstbildstörungen und die Nutzung von Bildern im Dark Net durch Deep Fakes und Non-Nudes.

Die Petition „#MehrSchutzinWerbung“ für Kinder liegt dem Deutschen Bundestag unter der ID 139418 bera­ten und an Bundesregierung, Bundesministerien und Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis gege­ben sowie den Landesvolksvertretungen zugeleitet. 

Die Petition „Stoppt Unterhaltungssexismus und sexua­li­sier­te Gewalt im Reality-TV!“ (ID 167903 – Deutscher Bundestag) könnt ihr auf Change​.org noch mitzeichnen.

Du möchtest #GemeinsamMehrBewegen? Wir sind gespannt auf Deine Nachricht!

Du möch­test Dich enga­gie­ren und mit uns Deine Stimme erhe­ben? Du hast Fragen oder Ideen? Oder eine Idee für eine Kooperation? Wir sind stets auf der Suche nach Partner*innen, mit denen wir unse­ren Ethos und unse­re Mission tei­len. Gewaltfreie Grundsätze die­nen uns auch als Basis für unse­re Kooperationen. 

Kontakt

Wir freuen uns auf Deine Nachricht unter: hallo@actandprotect.de