Content-Hinweis: Diese Seite thematisiert sexualisierte Gewalt. Das Lesen kann belastend oder aufwühlend sein. Achte gut auf dich. Du entscheidest selbst, ob und wann du weiterlesen möchtest. Wenn du Unterstützung brauchst, wende dich an eine der Unterstützungsstellen.

Kinder in Werbung

Gewalt an Kindern ist abscheu­lich. Darüber sind wir uns, davon gehe ich aus, alle einig. Dennoch gibt es noch viel zu häufig sexua­li­sier­te Gewalt an Heranwachsenden in Form von Bildern.

WARUM DAS EIN WICHTIGES THEMA?

Weil sexua­li­sier­te Darstellungen auch in Produktbildern, Werbung und Social Media wei­ter­hin präsent sind. Damit wird Business gemacht.

Nicht nur mit der Rosa-Hellblau-Falle, in der pin­ke Prinzessinnen in Tüll und blaue Piraten mit Schwert, in ver­schie­de­nen Shopsektionen statt­fin­den. Sondern auch mit Darstellungen, in denen unan­ge­mes­se­ne und übergriffige Posen gezeigt wer­den, auf­rei­zend, pro­vo­ka­tiv und objek­ti­viert. Als Werbemittel von Erwachsenen für Erwachsene.

Meine Recherche zeigt:
Kinder wer­den nicht immer uneingeschränkt geschützt. Weder in Produktionen, noch in Bezug auf den Effekt, den Bilder auf Konsument*innen und auf tat­ge­neig­te Personen haben können.

IST DAS NICHT EIN ERSTE-WELT-PROBLEM?

Nein. Denn sexua­li­sier­te Gewalt fin­det überall auf der Welt statt. In aller Öffentlichkeit. Sie wird gera­de des­halb nicht unmit­tel­bar als Gewalt erkannt oder als ille­gal bewer­tet, geschwei­ge denn geahndet.

Doch nur weil es recht­lich erlaubt ist, ist es nicht auto­ma­tisch rich­tig. Alle Menschen, beson­ders Heranwachsende, brau­chen Schutz, der wertschätzt, Würde erhält und psy­chi­sche Gesundheit gewährleistet.

Sexualisierte Gewalt ist Teil unse­rer Kultur. Einer, den wir oft nicht direkt bemer­ken, der in der ver­meint­li­chen Normalität ver­schwin­det. Einer, der häufig igno­riert und tabui­siert wird und Betroffene als Täter*innen diffamiert.

Doch Betroffene erle­ben die weit­rei­chen­den Konsequenzen. Ein Leben lang.

Wenn wir es also im „Kleinen“ nicht schaf­fen, wertschätzend und schützend mit­ein­an­der umzu­ge­hen, wie sol­len wir das dann bei den exis­ten­zi­el­len Problemen schaffen

Sexualisierte Gewalt kann als Erste-Welt-Problem beti­telt wer­den. Sie ist jedoch ein Problem, für das wir Lösungen schaf­fen müssen.
Damit Kinder gestärkt und selbst­wirk­sam auf­wach­sen, um auf und in die­ser Welt gut zu leben und sie posi­tiv zu gestal­ten. Und damit wir Erwachsene gesun­de und star­ke Vorbilder sind.

WAS KÖNNEN WIR TUN?

💪 infor­mie­ren, sen­si­bi­li­sie­ren und uns austauschen

💪 Wahrnehmung schärfen und reflektieren

💪 schützende Haltung einnehmen

💪 Verständnis für Prävention ent­wi­ckeln und umsetzen

💪 Wir können posi­ti­ve Beispiele ver­brei­ten, die als Vorbild und Inspiration die­nen über Brands, die sen­si­bel mit Kindermodels und deren Darstellung umgehen

Und: Wir können Empörung in Handlung wan­deln und uns klar gegen Gewalt posi­tio­nie­ren und vor­ge­hen. Auch im Business.

© by Verena Arps-Roelle

HILFEPORTALE

Bist Du sel­ber betrof­fen von sexua­li­sier­ter Gewalt? Kennst Du jeman­den, der von sexua­li­sier­ter Gewalt betrof­fen ist? Oder befürch­test Du, sel­ber gewalt­tä­tig zu sein oder zu werden?

Dann fin­dest Du hier kom­pe­ten­te, anony­me und kos­ten­freie Beratung:

HILFETELEFON
08000 116 016 und www​.hil​fe​te​le​fon​.de

HILFETELEFON GEWALT AN MÄNNERN
0800 123 990 0 und www​.maen​ner​hil​fe​te​le​fon​.de

NUMMER GEGEN KUMMER
116 117 und www​.num​mer​ge​gen​kum​mer​.de

TATGENEIGTE PERSONEN
www​.kein​-tae​ter​-wer​den​.de

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