EIN MYTHOS, DER MÄNNER IN DIE IRRE FÜHRT
von Dahlia Al Nakeeb (Autor*in) und Verena Arps-Roelle (Co-Autorin)

In unserer Arbeit begegnen uns immer wieder Sätze wie
“Auch Männer erleben Sexismus!”
oder
“Ich habe da eine Definition nachgesehen. (Anm. Autor*innen: meistens gerade in dem Moment gegoogelt) Da steht …”
Wie bereits Melissa A. Fabello (2) im Essay Why Reverse Oppression Simply Cannot Exist schrieb: “Du kannst mir eine Definition von “Pflanze” zeigen, aber das macht dich mit Sicherheit nicht zur*zum Botanist*in. … Das Wörterbuch wird dir sagen, dass du rot und blau kombinieren kannst, um violett zu erhalten. Aber bitte ein*e Künstler*in das Konzept ‘violett’ zu erklären und es wird dich umhauen. Und findest du nicht, dass ein Konzept wie Unterdrückung denselben Respekt verdient?” (3)
Vorurteile und Stereotype kann es praktisch über alle Gruppen geben. Dies trifft auch auf Männer zu. Allerdings ergeben Vorurteile und Stereotype alleine nicht automatisch Diskriminierung.
Damit Diskriminierung – und im engeren Sinne Sexismus – entsteht, müssen mehrere Komponenten zusammenwirken (4):
- Haltung in Form von z.B. Vorurteilen, Stereotype, Erfahrungen, Werte, Gefühle, Annahmen
- Macht zu handeln: Verweigerung von Zugängen zu sozialen, politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen Ressourcen oder gar Verweigerung von Menschenrechten
- Ideologie von männlicher Überlegenheit: historisch entstandenes Unterdrückungssystem, Machtverhältnisse über langen Zeitraum, systematische ökonomische Ausbeutung – kurz: das Patriarchat
Erst das Zusammenspiel dieser drei Ebenen ergibt Sexismus im soziologischen Sinn.
Da es keine historisch gewachsene, systematische Ideologie gegen Männer gibt – also kein gesellschaftliches System, das Männer als Gruppe abwertet, entrechtet oder unterdrückt –, existiert kein Sexismus in dieser Form gegenüber Männern. Männer können von geschlechtsspezifischen Vorurteilen oder Stereotypen betroffen sein, jedoch nicht von strukturellem oder ideologisch fundiertem Sexismus. (5)
Spätestens an dieser Stelle begegnen uns Argumente, die das Gegenteil beweisen sollen, wie z.B.:
“Aber ich wurde auch schon ausgegrenzt.” Dies ist durchaus möglich und kann unterschiedliche Gründe haben. Wenn ein Mann z.B. aus einer Veranstaltung ausgeschlossen wird, die ausdrücklich für Frauen*(6) ist, dann ist dies zum Schutz der Frauen, damit sie einen Raum haben, in dem sie sich über ihre Erfahrungen als Frauen austauschen können und währenddessen nicht dem male gaze (7) ausgesetzt sind.
„Männer können z.B. aufgrund von Homophobie diskriminiert werden“ – Ja, in der Tat. Männer können aufgrund anderer Differenzkategorien wie z.B. Queerfeindlichkeit oder Klassismus Diskriminierung erfahren. (8) Diese Diskriminierungsformen wirken allerdings nicht aufgrund des Geschlechts “Mann”, sondern z.B. aufgrund der sozialen Herkunft oder ihrer Sexualität bzw. wie sie ihre Romantik ausleben.
„Frauen haben doch längst alle Rechte und sind jetzt privilegiert.“ Die Gleichstellung ist längst nicht erreicht: Pay Gap, Gender Data Gap, hohe Gewaltbetroffenheit zeigen das Gegenteil. Wir verzeichnen auch heute noch z.B. mitten in Europa Benachteiligung von Frauen, wenn es um Gehälter geht, Studien zu Lebensrealitäten von Frauen oder Gewalterfahrung. In der deutschlandweiten Studie „Sexismus im Alltag” gaben 44 % der Frauen an, schon sexistische Übergriffe im Alltag erlebt zu haben. 14 % dieser Frauen berichteten, dass solche Erfahrungen mehrmals im Monat vorkommen. Das Ministerium betont, dass Sexismus ein „Massenphänomen“ ist. (9)
„Diskriminierung betrifft Männer genauso oft.“ Statistische und gesellschaftliche Daten widersprechen: Männer erleben Diskriminierung aufgrund von Merkmalen wie Herkunft, Alter, Sexualität etc. – nicht wegen ihres Geschlechts. Frauen sind in allen Gesellschaftsbereichen überdurchschnittlich häufig betroffen, weil sie bereits aufgrund des Frau-Seins Benachteiligung erleben und mehrfach diskriminiert werden können, also zusätzlich wegen Herkunft, Alter, Sexualität etc. In der Start-up-Welt stoßen besonders junge Gründerinnen und Frauen of Color auf mehrere Barrieren gleichzeitig. Nur 15 % der Venture-Capital-Partnerinnen in Europa sind Frauen, sodass Finanzierungsentscheidungen weiterhin männlich dominiert sind – mit dem Ergebnis, dass rund 80 % des Gründungsvolumens an Männer und männliche Teams fließt, obwohl genauso viele Frauen gründen möchten. Gründerinnen werden bei Pitches kritischer zu Risiken befragt, Männer eher zu Chancen und Visionen – dasselbe Risiko gilt bei Frauen häufig als unrealistisch. Viele Frauen steigen daher früh aus Start-ups aus, nicht wegen schlechter Ideen, sondern aufgrund struktureller Hürden wie Sexismus, der Reduktion auf Soft Skills, fehlender Vereinbarkeit, eingeschränktem Zugang zu Kapital und Netzwerken. Dabei zeigen Studien: Gründungen von Frauen sind nachweislich erfolgreicher als die von Männern. (10)
„Immer mehr Männer sind die Verlierer der Emanzipation.“ Benachteiligungen, die Männer spüren, stammen meist aus restriktiven Männlichkeitsbildern, nicht durch gezielte Diskriminierung von Frauen gegen Männer. Dabei hat die Gleichberechtigung von Frauen und Feminismus Vorteile für Männer: Sie eröffnen Freiräume, jenseits traditioneller Rollen zu leben, sich aktiv um Familie und Kinder zu kümmern, Berufe frei zu wählen und emotionale Kompetenz zu zeigen, ohne Stigmatisierung befürchten zu müssen. Gesellschaftlich profitieren Männer von offeneren Rollenbildern und weniger Druck, „immer stark“ oder alleinversorgend sein zu müssen. Wirtschaftlich gewinnen Männer durch diversere Teams, größere Chancengleichheit, bessere Work-Life-Balance und die Möglichkeit, ihre Karriere flexibel zu gestalten, was auch die Produktivität und Zufriedenheit steigert. (11)
Durch diese gesellschaftliche Einordnung von Erfahrungen, die Männer machen können wird deutlich, dass trotz verschiedener eventuell schwerer Lebenslagen Männer aufgrund ihres Geschlechts Privilegien inne haben, die Frauen und queere Menschen nicht haben.(12) Deshalb ist es aus unserer Sicht essentiell, dass Männer mit einer feministischen Haltung diese Unterschiede und Nuancen bzw. ihre gesellschaftlichen Privilegien anerkennen, obwohl sie zunächst oft nicht als solche wahrgenommen werden. Hier kann es helfen, sich einen Satz zu Hilfe zu ziehen, den wir aus dem Aktivismus zur Rassismuskritik entlehnt haben: “Nur weil du männlich bist, bedeutet es nicht, dass dein Leben nicht schwer ist. Es bedeutet nur, dass dein Geschlecht es nicht noch schwerer macht.” (13)
Gleichzeitig ist es wichtig, die Erfahrungen und Schmerzen von Männern anzuerkennen, wenn sie verletzt werden oder pauschale negative Aussagen getroffen werden. Erst durch die Anerkennung dieser verschiedenen Facetten können wir gemeinsame Schulterschlüsse schaffen und effektiv gegen Diskriminierung und Vorurteile vorgehen. Dabei gilt aus Antidiskriminierungsperspektive: Je mehr Privilegien eine Person hat, umso mehr Verantwortung hat sie.
Auch Männer erfahren Nachteile durch Sexismus, weil dadurch starre Vorstellungen von „Männlichkeit“ aufrechterhalten werden. Von ihnen wird etwa erwartet, stets „stark“ zu sein, keine Emotionen zu zeigen, muskulös aufzutreten, keine Unsicherheiten zuzulassen, Unternehmen mit Entschlossenheit und „eiserner Hand“ zu führen, die Familie finanziell zu versorgen und nicht in Teilzeit zu arbeiten, um mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Diese Erwartungen erzeugen Druck, fördern Dominanzverhalten und führen dazu, dass Gefühle unterdrückt werden. In stressigen Situationen können diese unterdrückten Emotionen impulsiv hervorbrechen bzw. werden auf Menschen projiziert, die nicht dem traditionellen Rollenbild entsprechen – etwa feministische oder queere Männer (14). Und wenn Männer Aufgaben übernehmen, die Frauen zugeschrieben werden, wie z.B. Teilzeitarbeit, Emotionen zeigen oder Sorgearbeit für Familienangehörige zu übernehmen, erfahren sie oft Abwertungen und Belustigungen. Es wird ihnen gar eine “feminine Ader” zugeschrieben, und diese Zuschreibung ist eng mit einer Abwertung verbunden, sodass diese Männer weniger ernst genommen werden.
Studien zeigen zudem, dass mehr als die Hälfte Jugendliche und junger Männer zwischen 14–18 Jahren sozialen Druck zu spüren, den stereotypischen Normen „stark, tough, männlich“ zu entsprechen (15). 56,4 % empfinden Druck, sich gemäß traditioneller männlicher Normen zu verhalten (16) und sich durch Geschlechterstereotype unter Druck gesetzt fühlen. Viele empfinden es als schwierig, Verletzlichkeit zu zeigen, was häufig zu Stress, Depressionen und sozialer Isolation führt. Die Suizidrate unter Männern ist deutlich höher als unter Frauen. Toxische Rollenbilder hindern viele Männer daran, Hilfe zu suchen, und verschärfen psychische Belastungen weiter.
Männer, die sich stark an solchen rigiden Normen orientieren, neigen außerdem häufiger zu riskantem oder aggressivem Verhalten. Das zeigt sich unter anderem in erhöhtem Alkohol- und Drogenkonsum, einer höheren Burnout-Gefahr und einer insgesamt niedrigeren Lebenserwartung im Vergleich zu Frauen. Auch Isolation sowie ein gesteigertes Konfliktpotenzial in Beziehungen und im Arbeitsumfeld sind direkte soziale Folgen dieser einschränkenden Geschlechterrollen
Da Frauen und diejenigen, die sich nicht als männlich identifizieren (17) von diesen gesellschaftlichen Verhältnissen müde und frustriert sind, kann dadurch immer wieder Wut bei den deprivilegierten Menschen aufkommen und damit die Bemerkung „alter weißer Mann“ fallen. “Alter weißer Mann” ist ein Konzept, das die Spitze des Unterdrückungs-Eisbergs bezeichnet. Denn weiße Männer (v.A. ab dem “mittleren” Alter (18)) profitieren am meisten von Unterdrückungssystemen wie dem Patriarchat, Rassismus, Kapitalismus. Die Benennung dieses Konzepts kann natürlich wie ein Totschlagargument wirken und die Fronten in Diskussionen verhärten. Gleichzeitig ist oft eine klare Benennung eines problematischen Zusammenhangs notwendig, um etwas zu verändern. Deshalb kann es eine Chance in sich bergen. Wenn ein Problem nämlich benannt wird, können wir uns bewusst damit auseinandersetzen, lernen und unsere Denkweise /Haltung /Verhalten ändern. Und hier stellt sich oft die Frage “Aber was kann ich denn dagegen tun und wo fange ich an?”
So komplex und umfangreich das Problem und gesellschaftliches System ist, so vielschichtig sind die Lösungsansätze. Erste konkrete Beispiele (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) für das Lernen und Entgegenwirken gegen das Patriarchat bzw. Sexismus sind:
- Über Patriarchat, Sexismus, Queer-Feminismus dazu lernen (mit Google-Suche und Podcasts anfangen ist dabei völlig in Ordnung)
- Kritik an meinem sexistischen Verhalten/Sprachgebrauch annehmen und reflektieren
- Austausch zu Veränderung des eigenen Verhaltens mit anderen feministischen Männern
- Sprechzeiten in Meetings zeitlich teinteilen
- Als Mann selbstverständlich mehrere Monate Elternzeit nehmen
- Gleichstellung in der Organisation als Standard anstatt als Luxusthema betrachten
- Bewusst abends/nachts die Straßenseite wechseln und Hände aus den Taschen nehmen, wenn eine Frau entgegenkommt bzw. vor mir als Mann geht
Und jetzt bist du dran!
Welche Beispiele zum Verlernen von patriarchalem/sexistischem Verhalten und Entwicklung queer-feministischer Haltung kennst du?
PERSONENBESCHREIBUNG AUTORIN:
Dahlia Al Nakeeb ist systemische Organisationsentwickler*in und Consultant für Antidiskriminierung. Dahlia unterstützt Menschen & Unternehmen durch Transformationsprozesse mit Kreativität und Struktur, um gleichberechtigte Arbeitsumgebungen zu schaffen, in denen sich alle zugehörig fühlen. Dabei arbeitet Dahlia aus einer queeren Perspektive of Color und bietet Formate wie Beratung, Seminare und langfristige Prozesse mit den Schwerpunkten geschlechtliche & sexuelle Vielfalt, Rassismuskritik und Gewichtsdiskriminierung an. Dahlias Arbeitsweise ist stets von einer Haltung für Menschenrechte & Empathie und dem Satz “We are all different, but we are all equal” geprägt. Mehr über Dahlia Al Nakeeb lesen Sie auch auf der Webseite, LinkedIn und Instagram.
FUßNOTEN:
(1) Wir sind uns dessen bewusst, dass in diesem Artikel in erster Linie von zwei Geschlechtern (männlich, weiblich) ausgegangen wird und viel mehr Geschlechter darüber hinaus existieren. Es ist selbstverständlich wichtig, Queerfeindlichkeit als gesellschaftliches Problem und Diskriminierungsform zu beleuchten. In unserer Erfahrung wird interessanterweise Queerfeindlichkeit als Diskriminierungsform eher akzeptiert als Sexismus ausschließlich Frauen gegenüber. Dies sagt natürlich nichts über die praktischen und alltäglichen Auswirkungen dieser verschiedenen Diskriminierungsformen aus und soll in keinster Weise die Lebensrealität von der LGBTQIA*-Community minimieren. Denn die Diskriminierung der queeren Community bzw. notwendige Schritte um ihr entgegenzuwirken verdient mindestens genauso ausführliche Artikel und mehr um auf die spezifischen Gegebenheiten dieser Diskriminierungform einzugehen.
(2) Fabello (2015)
(3) Von Autor*innen aus dem Englischen übersetzt. Das originale Zitat lautet: „You can show me the definition of “plant” if you want to, but that sure as hell doesn’t make you a botanist. … The dictionary will tell you that you can combine blue and red to get purple. But ask a visual artist to explain the concept of “purple” to you, and they’ll blow your fucking mind.“
(4) In Anlehnung an Reddy (2020), S. 36; vgl. auch Freytag (2016)
(5) vgl. Herr (2025), Freytag (2016)
(6) Der Stern hinter Frau* inkludiert all diejenigen, die sich als Frau identifizieren, auch wenn ihnen bei der Geburt z.B. das männliche Geschlecht zugeschrieben wurde.
(7) https://actandprotect.de/speak-and-protect/
(8) Stokowski (2018), Kay (2018)
(9) vgl. Wippermann (2024)
(10) vgl. Atomico State of European Tech 2023, Bundesverband Deutsche Startups e.V. Deutscher Startup Monitor, Hirschfeld et al.
(11) vgl. European Institute for Gender Equality
(12) vgl. Paula Stone Williams Ted-Talk (2017)
(13) Der englische Satz im rassismuskritischen Aktivismus lautet: „Just because you are white, does not mean your life is not hard. It just means your skin color does not make it harder.“ auf deutsch: Nur weil du weiß bist, bedeutet es nicht, dass dein Leben nicht hart ist. Es bedeutet nur, dass deine Hautfarbe nicht noch schwerer macht.
Außerdem beziehen wir uns hier in erster Linie auf cis-geschlechtliche Männer, also Menschen, die sich als Männer identifizieren und denen bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde. Transgeschlechtliche Männer können ebenfalls männliche Privilegien genießen, erfahren allerdings auch oft weiterhin Transfeindlichkeit.
(14) Herr, Speer (2025)
(15) The Men’s Project 2025
(16) Cooper (2023)
(17) vgl. https://genderdings.de/
(18) an dieser Stelle sei erwähnt, dass “mittleres Alter” bzw. “alt” relative Beschreibungen sind, da es hierfür keine universell geltenden Grenzen gibt. Außerdem können Männer aufgrund “älteren” Alters stigmatisiert werden und Altersdiskriminierung erfahren. Dies ist eine separate Diskriminierungsform, die auf alle Geschlechter zutrifft.
RESSOURCEN:
- Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Hg.): Deutscher Startup Monitor 2023 PwC Deutschland (2023, letzter Zugriff 5.12.2025)
- Cooper, Sarah; Péloquin, Tristan; Lachowsky, Nathan J.; Salway, Travis; L.Oliffe, John; Klassen, Benjamin; Brennan, David J., Houle, Janie; Ferlatte, Olivier: Conformity to Masculinity Norms and Mental Health Outcomes Among Gay, Bisexual, Trans, Two-Spirit, and Queer Men and Non-Binary Individuals, Sage Journals (2023) https://journals.sagepub.com/doi/epub/10.1177/15579883231206618 (letzter Zugriff 8.12.2025)
- Dimension Ralph: Sexismus – wie er Frauen benachteiligt und Männern schadet (2025, letzter Zugriff 5.11.2025)
- European Institute for Gender Equality: Economic Benefits of Gender Equality in the European Union ISBN 978−92−9493−744−5 doi:10.2839/28703 (letzter Zugriff 5.12.2025)
- Fabello, Melissa A.: Why Reverse Oppression Simply Cannot Exist (No Matter What Merriam-Webster Says) – Everyday Feminism* (2015, letzter Zugriff 5.11.2025) Anmerkung der Autor*innen: im englischsprachigen Raum wird zwischen Diskriminierung im Sinne von z.B. Stereotypen und Unterdrückungssystemen, die Macht voraussetzt, unterschieden. Im Deutschen, hingegen sprechen wir von z.B. Vorurteilen oder Stereotypisierung und von Diskriminierung, wenn diese Vorurteile mit Macht verknüpft sind.
- Freytag, Lilly: Gibt es Sexismus gegen Männer? (2016, letzter Zugriff 5.11.2025)
- Herr, Vincent-Immanuel; Speer, Martin: Wenn die letzte Frau den Raum verlässt – was Männer wirklich über Frauen denken. Ullstein Verlag (2025)
- Herr, Vincent-Immanuel: Sexismus am Arbeitsplatz: Wir Männer müssen uns endlich mit den Frauen verbünden – DER SPIEGEL (2025, letzter Zugriff 5.11.2025)
- Hirschfeld Alexander, Jannis Gilde, Vanusch Walk, Franziska Teubert und Clara Stellbrink: Female Founders Monitor 2025 Hrsg. Bertelsmann Stiftung. Gütersloh (2025) (letzter Zugriff 5.12.2025)
- Kay, Ash: Diskriminierung ǀ Sexismus lässt sich nicht umdrehen—der Freitag (2018, letzter Zugriff 5.11.2025)
- Reddy, Prassad „Hier bist du richtig, wie Du bist!“, theoretische Grundlagen, Handlungsansätze und Übungen zur Umsetzung von Anti-Bias-Bildung für Schule, Jugendarbeit, Soziale Arbeit und Erwachsenenebildung. IDA (2020)
- Schwab, Waltraud: Sexismus gegen Frauen: Die Feigheit der Männer | taz.de (2021, letzter Zugriff 5.11.2025)
- Speak & Protect: ein lebendiges Wörterbuch (letzter Zugriff 5.11.2025)
- State of European Tech 2023 (letzter Zugriff 5.12.2025)
- Stokowski, Margarete: Warum es keinen Sexismus gegen Männer oder Rassismus gegen Weiße gibt – DER SPIEGEL (2018, letzter Zugriff 5.11.2025)
- The Men’s Project 2025, The Adolescent Man Box: Findings from a survey with Australian adolescents aged 14–18 years, Jesuit Social Services: Melbourne. https://cdn.jss.org.au/wp-content/uploads/2025/11/03133940/The-Adolescent-Man-Box-Full-report.pdf (letzter Zugriff 8.12.2025)
- Williams, Paula Stone: Paula Stone Williams: I’ve lived as a man and as a woman—here’s what I’ve learned | TED Talk (2017) (letzter Zugriff 05.12.2025)
- Wippermann, Dr. Carsten: Sexismus im Alltag – Wahrnehmungen und Haltungen der deutschen Bevölkerung, eine sozialwissenschaftliche bevölkerungsrepräsentative Untersuchung. im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2024) (letzter Zugriff 05.12.2025)
- Zykonov, Alexandra: „Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!“, 25 Bullshitsätze und wie wir sie endlich zerlegen. Ullstein Verlag (2022)