Es gibt Klassifizierungen die es uns erleichtern unsere Welt zu ordnen. Und es gibt die der Vorurteile.

Solchen Vorurteilen begegnen wir häufig in Form von Geschlechterdiskriminierung, wie eine Studie der Entwicklungsagentur der Vereinten Nationen (UNDP) von 2020 zeigt:

Mehr als 90% der Befragten haben Vorurteile gegenüber Frauen. In Deutschland immerhin noch mehr als 60% der Befragten.

Vorurteile spielen in Bezug auf Frauen „vor allem in den Bereichen eine Rolle, in denen Frauen ihre Kompetenzen und Stärken zeigen könnten, die ihnen aber verwehrt werden. Dies betreffe beispielsweise die Politik oder den Sport. Dort wo es unter anderem um Eigenständigkeit, Unabhängigkeit sowie Durchsetzungskraft gehe“

GENDER BIAS ALS MACHTINSTRUMENT

Das über genderbezogene Vorurteile und Sexismus, als Teil sexualisierter Gewalt, Macht ausgeübt wird, erleben wir alltäglich.
In Familien, Sport, Freizeit und Beruf. Sie werden instrumentalisiert, um als männlich oder weiblich verstandene Bereiche zu erhalten. Dies schließt oft die Exklusion anderer Gender ein.

Es gibt Bereiche, in denen Angleichungen bereits gelungen ist oder eine Angleichung nach und nach erwirkt wird.
Andere Bereiche sind weiterhin geprägt von stark geschlechtsspezifischen Besetzungen. Beispielsweise in Politik, im hohen Management oder in der Erziehung.

Die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind offensichtlich und werden durch vielfältige Faktoren in Erziehung, Bildung, Gesellschaft, Familienpolitik, aber eben auch Werbung und Unternehmenskulturen bestärkt:

💡 Es gibt nur 10 weibliche Regierungschefinnen von 193 möglichen. 💡 Der Anteil männlicher Erzieher beträgt in Deutschland 6%.

💡 Laut Statistischem Bundesamt sind nur 3,8% der Personen in der gesamten Tagespflege Männer.

💡 Weniger als 6% der CEOs in S&P 500-Unternehmen sind Frauen.

💡 Frauen arbeiten häufig mehr Stunden als Männer, dabei handelt es sich auch um unbezahlte Betreuungsarbeit.

 

💡 Diese Statistiken sind auf nur zwei Geschlechter ausgerichtet – was ist jedoch mit dem Anteil nicht-binärer Personen?

WARUM IST DAS SO?

Warum besteht in Wirtschaft, politischen Systemen und Unternehmen immer noch ein Machtgefälle und Ungleichheit bei der Besetzung von Positionen und Wahrnehmung von Menschen?
Obwohl es so viele Fortschritte in Bildung und der Beseitigung rechtlicher Hindernisse für politische und wirtschaftliche Teilhabe gibt?

Voreingenommenheit und Vorurteile sind tief verwurzelt. Sie vermitteln das Gefühl einer geordneten Welt. Sie bieten (individuelle erlebte) Vorteile und Anreiz.

WAS KÖNNEN WIR TUN?


Regierungen und Institutionen und wir als Individuen, können

💪  Aufklären, Reflektieren und Sensibilisieren

💪  Maßnahmen ergreifen, um diskriminierende Überzeugungen und Praktiken zu verändern

💪  Anreize schaffen für Veränderungen

💪  Ermutigen traditionell von einem Gender dominierte Bereiche zu öffnen und andere aktiv einzubinden

© by Verena Arps-Roelle

HILFEPORTALE

Bist Du selber betroffen von sexualisierter Gewalt? Kennst Du jemanden, der von sexualisierter Gewalt betroffen ist? Oder befürchtest Du, selber gewalttätig zu sein oder zu werden?

Dann findest Du hier kompetente, anonyme und kostenfreie Beratung:

HILFETELEFON
08000 116 016 und www.hilfetelefon.de

HILFETELEFON GEWALT AN MÄNNERN
0800 123 990 0 und www.maennerhilfetelefon.de

NUMMER GEGEN KUMMER
116 117 und www.nummergegenkummer.de

TATGENEIGTE PERSONEN
www.kein-taeter-werden.de

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